Sonntag, 05. September 2010
   
Text

Regeländerungen 2009/10

Wie schon vor der vergangenen Saison halten sich die Änderungen am Regelwerk in Grenzen. Lediglich bei zwei Regelungen sind die Texte verändert worden, bei einer Anweisung erfolgte eine Klarstellung.


„Die Regeländerungen, die in diesem Jahr durch die FIFA erlassen wurden, dürften auf dem Spielfeld nur geringe Auswirkungen haben“, ist sich der saarländische Verbands-Schiedsrichter-Lehrwart Gerhard Theobald sicher. Denn: „Die erfolgten Änderungen bestätigen eigentlich nur durch die Modifizierung des Wortlautes unserer bisherigen Auslegungen.“


Zu erwähnen sind für den Bereich des SFV folgende Änderungen:

Die erste Änderung betrifft die Regel 11, die sich mit dem Abseits beschäftigt.

Zur Erklärung des neuen Wortlautes sei an das Spiel Niederlande gegen Italien bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und in der Schweiz erinnert. In diesem Spiel fiel bei einer Abwehr der italienische Verteidiger Panucci hinter die Torauslinie und blieb dort liegen. Im Torraum stand der holländische Stürmer van Nistelrooy völlig frei. Dieser wurde von der Strafraumgrenze angespielt wurde und konnte das 1:0 erzielen. Die anschließenden Diskussionen haben den neuen Wortlaut maßgeblich beeinflusst: „Jeder verteidigende Spieler, der aus irgendeinem Grund ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters das Spielfeld verlässt, wird im Hinblick auf die Abseitsregel bis zur nächsten Spielunterbrechung so behandelt, als befände er sich auf seiner Tor- oder Seitenlinie“, heißt es in der neuen Formuliereung. Gerhard Theobald: „Mit diesem Text ist somit klar, dass das Tor regulär erzielt wurde.“


Vor jedem Elfmeterschießen müssen beide Mannschaften die gleiche Anzahl an Schützen aufbieten. Verfügt eine Mannschaft nur über 10 Spieler, so muss sich die gegnerische Mannschaft um einen Spieler reduzieren. „Ein so ausgemusterter Spieler muss vor dem Schießen dem Schiedsrichter namentlich und mit der Rückennummer mitgeteilt werden. Dieser gemeldete Spieler ist nicht berechtigt am Elfmeterschießen teilzunehmen“, erläutert der Verbands-Schiedsrichter-Lehrwart.

Eine Klarstellung einer Anweisung hat es auch noch gegeben:

Gegen Ende der vergangenen Saison erfolgte noch eine weitere Klarstellung bezüglich persönlicher Strafen beim Torjubel, die an dieser Stelle erwähnt werden sollte: Zieht ein Spieler beim Torjubel das Trikot über den Kopf, und weitere Spieler der Mannschaft ziehen ebenfalls ihr Trikot über den Kopf, so wird nur der erste Spieler (also der Verursacher) verwarnt.


Gerhard Theobald

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